Nov 012013
 

In den nächsten Tagen sind wir dann ein Stück des Weges zurück gewandert (Langtang, Lama Hotel) um dann in Richtung Gosaikunda abzubiegen. Ab Lama Hotel wird uns Raj, der Inhaber von A1 Exkursion ein Stück begleiten. Gosaikunda mit dem Heiligen See der Hindus und Buddhisten ist die nächste Etappe unserer Reise. Wir haben 4 Tage blauer Himmel, Sonne und grandiose Natur. Immer wieder schweifte unser Blick zurück auf die schneebedeckten Bergkuppen Tibets & Nepals, die sich von ihrer besten Seite zeigten. Ab Thulo Syabru wandern wir gemeinsam mit einem Schamanen. Wir haben uns entschlossen, einen Teil des Weges gemeinsam mit einem Schamanen der Bergvölker Nepals zu wandern um uns die Kultur des Schmanentums zeigen zu lassen. Am Abend in Thulo Syabru zeigt uns der Schamane das erste Mal seine Rituale.


Das sehr gute Wetter hält bis Cholangpati! …Abends auf der Hütte angekommen, wurden wir mit ein wenig Regen begrüßt. Ein Wanderpärchen, was aus Richtung Gosaikunda kam – wo am Morgen unsere nächste Etappe hinging -, berichteten von Schnee! ….uns schwante schlimmes!
So kam es dann, wie’s kommen musste….es regnete die ganze Nacht durch und auch am kommenden Tag war Regen und später, etwas höher gelegen Schnee unser ständiger Begleiter an diesem Tage!
„Unser“ Schamane versprach uns innerhalb von 2 Stunden, dass der Regen aufhört und die Sonnen scheint. Wir schauten gespannt seinem Ritual der „Regenvertreibung“ zu. Der Regen hörte auf und es fing an mit schneien. Gute gemacht Schamane…….


Nun, angekommen in Gosaikunda (4380m) waren wir komplett nass und froren uns den Ars….. ab!
Also, alle eng zusammenrücken, den Ofen an und warme Gedanken ausgetauscht…..!
Der Abend war dann trotz Schnee und Kälte sehr gemütlich….und auch der Schamane konnte uns seine Tradition ein wenig näher bringen. ….wir schneiten komplett ein!!!!
Die Nacht verbrachten wir dann mit dicken Daunenjacken im Schlafsack!

Am nächsten Morgen war dann erstmal „Krisensitzung“! Was tun? Wir sollten heute auf 4600m über den Lauribina Pass gehen ! Unmöglich bei diesem Schnee…viel zu gefährlich!
Also Abstieg, wieder zurück nach Cholangpati…wo alles begann.
Ein bisschen traurig waren wir dann schon…aber auch der Abstieg nach Cholangpati war nicht ganz ungefährlich. Somit war keine Zeit, um zurück zu schauen. Unsere ganze Konzentration galt dem Abstieg!
Unten angekommen, waren wir froh endlich wieder im Trockenem zu sein. Wir hatten ein wenig mehr Zeit auf unserer Hütte und vertrieben uns diese mit Spielen, ausruhen und essen.
Später am Abend haben wir dann, als kleines Dankeschön an unsere Träger und Guides (für den sicheren Abstieg) die Korken knallen lassen….gesungen und getanzt bis in die Puppen;)! Es war schließlich zeitgleich das wichtigste Fest in Nepal, das Dashain Festival. Das Dashain Fest ist vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland und für die Nepali ein Familienfest. We are a family on this night!!!!

In den nächsten zwei Tagen ging unser Abstieg dann weiter. Via Dunche (1960m) weiter in Richtung ….. Ramche (1790m).
Ab Dunche hätten wir schon den Jeep nehmen können. Aber aufgrund der tagelangen Regenfälle waren die ohnehin schon sehr schlechten “ Straße“ fast unpassierbar.
Das Risiko, mit dem Jeep liegen zu bleiben oder die Gefahr einer Schlamlawine wollten wir aus dem Weg gehen…somit liefen wir die letzten 24km locker zu Fuß…wir waren ja in Übung;)!

Die Nacht im „Local-Dorf“ Ramche zu verbringen war dann auch sehr interessant….wie einfach doch das Leben sein kann. Wir fühlten uns in eine andere Zeit versetzt.

Am nächsten Tag holte uns unser Bus ab und es ging nach Nagarkot  (1932m) …2 Tage pure Erholung;)!

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