Wüstenerfahrung 2012

 Wüstenerfahrung 2012  Ägypten November 2012  Kommentare deaktiviert für Wüstenerfahrung 2012
Feb 182013
 

Der Plan zur Reise in die Wüste
Manches mal kommt Mann (also ich) wie die Jungfrau zu einem neuen Reiseziel. Stefan ein guter Freund erzählt von einer 21 Tages Reise in die Wüste Ägyptens, an der er teilnehmen wird. Diese organisiert Chris Mulzer. Nach einem Treffen mit Chris stand für mich fest, ich mag da gern mitfahren.

Warum fährst du in die Wüste, war eine oft gestellte Frage. Ja warum? Nun ich wollte wissen, wie es so ist ca. 15 Tage früh am Morgen im Sand aufzuwachen, den ganzen Tag nur Sand und Sanddünen zu sehen und am Abend mit dem Sand zu Bett zu gehen. Ich habe in meinem täglichen Leben so viele Reize, die auf mich einwirken. Ich wollte erfahren wie es so ist, mit dem relativen Nichts.

Das war der Reiseplan:

1. Tag und 2. Tag Ankunft in Kairo und Stadterkundung

3. Tag und 4. Tag Fahrt in die Oase Baharia und Erkundungen rund um die Oase

5. Tag bis 7. Tag Fahrt mit 4×4 Jeeps zu den Black Mountain, Shamanic Cave, White Desert

8. Tag bis 14. Tag Fahr mit 4×4 Jeeps durch die Great Sand Sea (Lybische Wüste)

15. Tag und 16. Tag Oase Siwa und El Arek

17. Tag bis 21. Tag Rückfahrt über Baharia nach Kairo und freie Zeit in Kairo

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Tag 1 und 2 in Kairo mit Stadtbesichtigung

Der Flug nach Kairo mit Egypt Air war entspannt und ich war gespannt auf Kairo. Ein Stadt über die ich schon viel gehört hatte und nun war es so weit.

Chris hat für uns ein tolles Hotel mitten in Kairo auf der Insel Gezira ausgesucht. Das Sofitel liegt in Stadtteil Zamalek und steht direkt am Nil. Das Hotel ist ein guter Ausgangs- und Endpunkt für unser Reiseabenteuer. Wir kommen spät am Abend im Hotel an, checken ein, nehmen noch einen kleinen Abendsnack und schlummern in den weichen Betten ein.

Am nächsten Tag besichtigen wir den ganzen Tag  Kairo. Aber zuerst genießen wir das Frühstück im Restaurant dirket am Nil. Aimee und Dirk (gute Freunde von mir) sind zur gleichen Zeit in Kairo und welch ein Zufall :=) auch in unserem Sofitel untergekommen. Somit genießen wir das Frühstück zusammen. Das war für mich ein schöner Zufall.

Dann geht es los. Im Hotel ist ein bisschen Aufregung, weil der deutsche Außenminister auch im Sofitel übernachtete und sein Konvoi gerade zur Abfahrt bereitsteht. Wir fahren durch die Stadt zur Sultan Hassan Moschee & Ibn Tulun Moschee, habe Lunch auf einem Restaurantboot am Nil. Die Besichtigung des Ägyptischen Museums lassen wir heute ausfallen und nutzen dafür den Sport-und Wellnessbereich im Sofitel. Eine gute Idee und somit können wir entspannt das Abendessen im Restaurant in Al Azhar Park mit Blick über Kairo genießen. Am kommenden Morgen geht es los, das Abenteuer Wüste!

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3 und 4 Fahrt in die Oase Baharia und Rund um die Oase

Heute gehts also los. Wir fahren mit dem Bus in die Oase Baharia. Die Strecke ist ca 380 km lang und dauert entspannte 5 Stunden. Unser Hotel die El Beshmo Lodge is besser als erwartet und zum Wohlfühlen. Die Oase ist sehr groß ca. 2000 Quadratkilometer und hat ca. 30000 Einwohner. Ich hatte mir eine Oase nicht so groß vorgestellt. Im Grunde nur eine Quelle und ein paar Palmen. Ich habe aber gelernt, dass unter der Oase viele heiße Quellen sind. Diese ermöglichen den Anbau von Datteln, Oliven und Obstbäumen.

Am nächsten Morgen baden wir gleich in einer solchen heißen Quelle vor der Lodge. Ist ganz schön heiß dieses Exemplar von Quelle, so daß wir nicht sehr lange in der Badewanne sitzen können. Die heißen Quellen werden uns die nächsten Tage begleiten. Wir haben also immer eine Badehose & Handtuch dabei. Ein kurzen Zwischenstopp zum Baden hat Chris immer mit eingeplant.

Am 4. Tag erkunden wir die Gegend rund um die Oase. Wir lernen unseren Guide für die kommenden Tage Ezz kennen und bereiten uns so langsam auf die Tage in der Wüste vor. Zu meiner Vorbereitung gehörte der Kauf einer Galabija. Das ist ein traditionelles Ägyptisches Gewand, welches den ganzen Körper bedeckt. Dieses Kleidungsstück schien mir perfekt für die Tage in der Wüste und ich habe ein gutes Exemplar erworben. Jetzt muss ich nur noch lernen, wie ich mit einem Tuch ein Turban binde. Das scheint mir die Herausforderung für die kommende Tage zu sein.

 

Tag 5 bis 7 Black Mountain, Schamanic Cave, White Desert

Am Morgen kommen die 4×4 Jeeps und sind gepackt bis unters Dach und auf dem Dach mit all den Sachen die wir für unsere Wüstentour brauchen. Es sind 7 Jeeps, durchnummeriert von 1 bis 7. Das ist die Reihenfolge in der die Wagen immer fahren sollten. Wagen 1 ist der Guide (Mohammed) und kennt den Weg. Den letzten Wagen im Konvoi fährt dann ein sehr guter Driver. Er hat die Aufgabe den Konvoi zusammenzahlten und wartet immer, wenn ein Jeep aus unsere Truppe ein Problem hat. Durch Zufall sitzen Stefan und  ich in diesem Wagen 7. Wir habe erst danach das Nummernsystem verstanden. Unser Driver ist Mahmoud, ein netter Kerl mit Sinn für Humor. Die Junges verstauen noch unser Reisegepäck auf den Autos. Dann geht es los, das Abenteuer.


Wir fahren zuerst zu dem Black Mountain. Das ist ein großer Berg mit einem Plateau. Dieser ist aus einem Vulkan entstanden. Es ist schön anzusehen was die Natur so geschafften hat. Von dem Plateau haben wir einen schönen Blick in die Wüste. Es ist ein Ort zum einfach nur dasitzen und in die Ferne schauen. Das kann ich gut und ich genieße es. Chris macht auf dem Plateau seine Trommelsitzung. Er hat dafür extra seine magische Trommel mitgebracht. Dann steigen wir ab und haben eine Wanderung durch den Wüstensand zu unserem Nachtlager vor. Es wird langsam dunkel und wir sollten zusammenbleiben. Als wir im Camp ankommen, hatten die Jungs alles schon aufgebaut und das Essen ist auch so gut wie fertig gekocht. Nun sehen wir das erste Mal wie wir die kommenden Tage verbringen werden.

Die Jeeps sind in einer U-Form aufgestellt, dann mit einem reich bedruckten Tuch ausgekleidet. Die Jeeps und die Tuchwand bilden also praktisch einen Windschutz. In diesem gemütlichen Bereich sind kleine Tische aufgestellt. An diesen werden wir die kommenden Tage morgens und abends unser essen einnehmen. In einer Ecke vom Camp ist die Küche untergebracht in der wird Mahmoud unser Koch für uns kochen. Dann greift sich jeder eine Matte und eine Kamelhaardecke und sucht sich in der Wüste einen Schlafplatz. Das wird die erste Nacht in der Wüste ich bin schon gespannt.


Ja, es hat geklappt. Die erste Nacht unter freiem Sternehimmel habe ich sehr gut geschlafen. Ein bisschen war ich schon nervös, aber dann hatten mich die Sterne am Himmel doch in den Schlaf gewogen. Am Morgen wache ich sehr früh auf und es gibt auch das erste Frühstück in der Wüste. Der erste Tag fühlt sich für mich sehr gut an. Ich glaube die kommenden Tage sind genau mein Ding. Dann geht es noch mal kurz zurück nach Baharia um die fehlenden Gegenstände zu besorgen und uns bei der Polizei abzumelden. Dort werden wir durchgezählt und die notwendige Erlaubnis für die Wüstentour geprüft. Normalerweise muss immer ein Polizist auf solchen Reisen mitfahren. Aber Ezz unser Tourguide schafft es irgendwie, dass bei uns kein Polizist mitfahren will. Keine Ahnung wie viel Bakschisch hier geflossen ist.

Danach geht es weiter in die Weiße Wüste (White Desert) Die Weiße Wüste ist in der Nähe von Baharia und bekannt für seine Kalksteinformationen die wie eine Skulpturensammlung aussehen. Schon auf der Fahrt dorthin bin, ich begeistert von dem Anblick. Chris hat immer den Blick für den besten Platz für unser Lager. So quälen die Jungs die Geländewagen eine Sanddüne hinauf, auf eine kleine Anhöhe. Von hier haben wir einen sehr schönen Blick ins White Desert. Ich freue mich schon auf das morgendliche Yoga bei Sonnenaufgang mit diesem Ausblick. Zum Abendessen gibt es etwas Besonderes. Mahmoud der Koch hat für heute Kamelfleisch besorgt. Wir sind alle sehr gespannt. Das Kamelfleisch schmeckt ein bisschen wie Rindfleisch ist aber von sehr fester Konsistenz. Also nicht so zart wie Rindfleisch. Es ist allerdings eine interessante Erfahrung.

Der nächste Morgen beginnt wie erwartet mit einem traumhaften Sonnenaufgang und einer sehr schönen Yogastunde auf dem Berg. Im Anschluss halte ich noch eine kleine Meditationssitzung. Normalerweise habe ich die Augen dabei zu, hier genieße ich den herrlichen Ausblick. Ich bin relativ früh munter, so dass ich mir noch lange die weißen Sandsteinformationen anschauen kann bevor es mit Yoga los geht. Nach dem Frühstück haben wir eine ca. 1 stündigen Fußmarsch durch die Weiße Wüste vor uns. Ich bin immer wieder fasziniert vom Anblick der Kalksteinskulpturen und den Formationen die diese ergeben. Darum bin ich einer der letzten in unserer lustigen Wandergruppe. Das ist aber nicht dramatisch. Die Wüste ist weit und flach. Ich habe unsere Gruppe immer im Blick. Irgendwann sind die Jungs mit dem Abbau des Camps fertig suchen und finden uns dann geht es mit dem Jeeps weiter.

Tag 8 bis 14 Durch die Great Sand Sea

Ab jetzt sind wir in der Great Sand Sea. Die Great Sand Sea ist ein Teil der Lybischen Wüste und wir bewegen uns auch weiter Richtung Lybische Grenze. Der grobe Weg führt entlang der Dünenformationen in Richtung der Oase Siwa. Die GPS Daten unserer Wüstentour könnt ihr hier nachschauen.

Unser Tagesablauf sieht die kommenden Tage wie folgt aus. Morgens aufstehen,  Stefan und ich sind relativ früh gegen 06 Uhr munter. Wir gehen dafür auch am Abend sehr zeitig zu Bett. Dann den Tag mit einigen Yogaübungen beginnen und den Sonnenaufgang genießen. Jetzt gibt es schon langsam Frühstück und wir gesellen uns zur Gruppe. Nach dem Frühstück kann jeder der mag für 1 Stunde eine Wüstenwanderung mitmachen. Das ist sehr schön. Die Wüste ist weit und es ist eine gute Gelegenheit mit den anderen Teilnehmern der Reise zu sprechen. So habe ich jeden morgen interessante Gespräche mit interessanten Mitreisenden. Dann kommend die Jungs mit den Jeeps angerauscht und sammeln uns ein. Sie haben in der Zwischenzeit das Camp abgebaut und alles wieder auf und in den Geländewagen verstaut. Dann geht los, mit dem Jeep, die wilde Fahrt durch die Wüste. Das ist total spannend für mich. Die Sanddünen verändern sich immer und es gibt reichlich zu sehen. Ich schaue die ganze Zeit aus dem Auto und freue mich wie ein kleines Kind. Manches mal schaffen die Jeeps es nicht die Dünen hinauf und brauchen mehrere Anläufe. Ist irgendwie cool und wir freuen uns, wenn Mohammed der Fahrer des ersten Jeeps auf einer Düne sein Wagen umdreht und zu uns schaut. Dann wissen wir schon, dass er wieder einen Weg ausgewählt hat den nicht jeder Fahrer im ersten Anlauf schafft. Er hat offensichtlich Spaß dabei.

Mittags gibt es Lunch auf offenem Feld. Mahmoud unser Koch baut dann seinen Gaskocher auf und bereitet für uns lecker Speisen zu. Es gibt immer ein Hauptgericht mit Beilage und Salat und Brot. Das Essen ist mehr als gut für Wüstenverhältnisse, sehr schmackhaft und wird auch immer von uns brav aufgegessen. Nach dem Essen wird noch ein leckerer Hibiskustee gekocht. Er hat eine blutrote Farbe und ich trinke den Tea abweichend von der Tradition immer ohne Zucker. Nach dem Lunch ist eine Pause angesagt von den Strapazen des Tages. Am Nachmittag geht es dann weiter bis zu unserem abendlichen Camp. Chris sorgt immer dafür, dass wir einen guten Schlafplatz mit der besten Sicht in die Wüste bekommen. Dann wird das Camp aufgebaut. Die Jungs haben da schon Routine drin. Wir beschäftigen uns mit Lesen, Unterhaltungen, Sandbord fahren oder einfach nur im Sand laufen oder herumsitzen und in die Ferne schauen. Am Abend wird dann gemeinsam Abendbrot gegessen. Danach sitzen wir gemeinsam am Lagerfeuer, die Jungs spielen Musik und es wird eine Shisha herumgereicht. Meist geht es früh zu Bett, es wird auch sehr früh dunkel.

So ist nun jeder Tag bis zum Tag 14. Ich habe sehr gute Gespräche mit Elke. Elke ist eine Lady so ca. 72 Jahre alt (nichts genaues weiß man nicht .=)) und top fit. Ich unterhalte mich gerne mit ihr und bei uns ergeben sich oft witzige Wortwechsel die auch die Reisegruppe erheitern. Wenn Elke spricht hört es die ganze Wüstenregion, so eine durchdringende Stimme hat sie. Daher einige ich mich mit ihr, dass von 07 bis 08 Uhr morgens ihre Ruhezeit ist. Wenn Sie morgens Anfängt sich im Camp zu unterhalten, kann ich nicht mehr richtig Yoga praktizieren so lenkt mich dies ab. Punkt 8 Uhr ist sie aber wieder am Start und es ist Zeit zum Frühstück. Elke hat auch viel zu erzählen und die Geschichten sind auch immer spannend und/oder lustig. Ich unterhalte mich gerne mit ihr und ich hoffe sie auch mit mir.

Wie bekannt koche ich ja gerne. Also liegt es auch nahe, dass ich mich mit dem Koch anfreunde. An einem Nachmittag, die Jungs haben offenbar besseres vor als in der Küche zu helfen, setze ich mich Fatima in die Küche und wir fragen Mahmoud ob wir helfen können. Seit dem Tag helfe ich oder wir immer beim zubereiten des Abendessens. Es ist ein schöner Zeitvertreib und die Küche steht mir offen. Die Jungs sind, glaube auch ich,  nicht böse darüber. Sie nehmen ihre Instrumente und machen Musik und so haben wir alle was davon. Seit ich in der Küche aushelfe, ist die Verbindung zu den Fahrern auch viel enger. Gogo der jüngste mag mich offenbar gut leiden, unser Treffpunkt ist seit dem immer die Küche bei Mahmoud. Gogo ist auch für die Shisha verantwortlich und seit dieser Zeit ist die Wasserpfeife immer angeheizt.


An einem Tag fahren wir nicht weiter, sonder bleiben einen Tag an einem Platz. Das war eine gute Idee von Katrin. Ich nehme mir die Zeit und gehe alleine in die Wüste. Das wird eine sehr mentale Erfahrung. Ich melde mich bei Mahmoud dem Koch ab für ca. 2 bis 3 Stunden ab. Er sagt mit noch ich soll meine Fußspuren beim Rückweg folgen. Ich traue der ganzen Sache nicht und nehme mir mein GPS Gerät und reichlich Wasser mit. So ausgerüstet wandere ich allein in die Wüste in Richtung der Lybische Grenze. Nach ca. 20 Minuten und der 2 Düne ist vom Camp nichts mehr zu sehen. Jetzt bin ich wirklich allein. Diese Tour wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und eines meiner schönsten Erlebnisse dieses Wüstentrips sein.

Chris zeigt uns heute wie sich der eigene Körper mit einem halben Liter Wasser waschen lässt (inklusive Haare) Es klappt. Ich bevorzuge aber dennoch die Wüstenwäsche mit Sand. Einfach den ganzen Körber mit Sand abreiben. Das klappt wunderbar und ich fühle mich danach wie neugeboren.

 Tag 15 und 16 Oase Siwa und El Arek

Irgendwann tauchen sie in der Ferne auf, Palmen und Wasser in der Ferne schimmernd. Eine Oase? Ich glaube nach 14 Tage Wüste an eine Fata Morgana. Ich kann es nicht fassen, dass endlich ein Wasserloch kommt. Aber der Palmenhain ist real und kommt immer näher. Ich glaube so erging es auch den Kleinen Muck im Märchen. Irgendwann war Wasser da.

Die letzte Nacht vor der großen Oase Siwa übernachten wir noch an einer kleinen Wasserquelle in der Wüste Bir Wahid. Es ist eine Freude sich nach langer Zeit sich mit echtem Wasser waschen zu dürfen. Wir waschen den größten Schmutz erst am Rand mit Seife ab, dann springen wir alle in das Basain mit dem warmen Quellwasser. Nur lange können wir nicht in der warmen Quelle bleiben. In dem Wasser sind so viele Mineral- und Schwefelstoffe, das 20 Minuten die max. Aufenthaltszeit ist. Am Nachmittag hat Elke eine Idee die sie auch schon zu den Reisen zuvor hatte. Sie motiviert uns zum Bodypainting. Ich habe mich zuerst gefragt was das ist, dann habe ich es gelernt. Wir haben uns die Körper mit Wasserfarbe bemahlt und unsere Kreativität freien Lauf gelassen. Ich war zunächst skeptisch, doch dann hat es Spaß gemacht und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Durch Zufall waren auch ein paar spanische Reisende an der Quelle und zwei Reiseführer in weißen Gewändern bei uns an der Quelle. Wir waren beliebte Fotomotive und die weißen Galabija war auch bald bunt von den vielen Umarmungen als Fotomotive.


In der Nähe der Quelle bei Bir Wahid gibt es noch einen größeren See, zu diesem wanderten wir am nächsten Morgen. Das Wasser im See ist deutlich kälter als in den Quellen. Es kostet ein bisschen Überwindung, aber dann sind wir alle im Wasser und schwimmen im See. Am Nachmittag sind wir dann in der Oase Siwa angekommen. Wir bleiben hier 1 Tag länger als geplant.

Nach den Tagen in der Wüste sind wir alle ein bisschen Überfordert von den Trouble in der Oase. Nichts ist mehr mit der Stille und Ruhe, saubere Luft und all dem Nichts was wir die zurückliegenden Tage in der Wüste hatte. Nun ist plötzlich wieder Leben angesagt. Es überfordert uns ein bisschen. Ich schlafe das erst mal seit vielen Tagen schlecht und habe Albträume. Ich liege im warmen und bequemen Bett, habe eine warme Dusche und Wassertoilette und wünsche mir meine Matratze unter freiem Himmel und mein Wüstenklo zurück.  Am folgenden Tag besichtigen wir den Orakeltempel Jupiter-Amun und gehen schon wieder in einer Quelle baden. Heute ist es die gleichnamige Quelle in der schon Kleopatra gebadet haben soll. Auch dieses Bad ist sehr mineralhaltig und wirkt entsprechend auf den Körper.


Am Nachmittag will ich mir endlich nach 14 Tagen den Bart stutzen lassen. Wir finden einen Barbier gleich neben einer Verkaufsstelle für Hühnchen. Wir schauen uns das Schauspiel an. Bei uns gibt es ja Hünchenfleisch in der Kühltheke sauber abgepackt. In Siwa werden die Hühner noch frisch irgendwo aus einem Hinterhof geholt, dann wird ihnen mit einem scharfen Messer die Kehle durchgeschnitten und bluten danach aus. Der ägyptische Butcher nimmt das tot Tier hält es für ein paar Minuten in kochendes Wasser zum brühen und wirft es dann in einen Automaten. Der Automat ist eine drehende Trommel und spukt das Hähnchen fertig gerupft wieder aus. Jetzt ist es fertig zum Verkaufen. Mit diesem Gefühl setze ich mich auf den Stuhl bei Barbier von Siwa und lasse mehr oder weniger entspannt das Rasiermesse an meine Kehle setzen. Es war eine große Herausforderung für mich, nicht zu zucken. Stefan war als Zeuge dabei, falls was passiert. Es ist aber nichts passiert und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bein Gesicht war wieder glatt und geschmeidig und ich war bereit für das große Fest mit den Fahrern am Abend. Aber vorher wollten Stefan und ich noch eine Shisha auf dem Dorfplatz rauchen. Es war spannend bei Shisha und Tee dem Treiben zuzuschauen. Am nächsten Tag ging es mir dann aber gar nicht gut. Ich brauchte eine Auszeit. Irgendwas habe ich nicht vertragen. Entweder das viele mineralhaltige Quellwasser oder die Shisha auf dem Dorfplatz.

Am nächsten Tag geht es dann weiter nach El Arag Oase. Wir besichtigen noch noch eine Grabstätte die in Berg gehauen wurde. Es gibt dort in den Berg gehauene Innschriften. Später wurden die Gräber ausgeraubt und zu Wohnungen umgebaut. An diesem Ort war irgendwie eine bedrückende Stimmung und ich war froh als wir weiter fuhren.

Heute haben wir unsere letzte Nacht in der Wüste. Ich freue mich drauf und ich glaube die anderen aus unserer lustigen Reisegruppe auch. Wir sitzen am Abend gemütlich in der Küche bei Mahmoud dem Koch und ich helfe bei Kochen. Andere sitzen bei uns Gogo sorgt für eine immer rauchende Shisha und die Jungs machen Musik. Es ist ein schöner Abend der am Lagefeuer zu ende geht. Ich genieße noch die letzte Nacht im Sand. Morgen geht es zurück nach Baharia und von dort zurück nach Kairo


Hotel in Cairo, wir starten die Reise im Luxus

 Ägypten November 2012  Kommentare deaktiviert für Hotel in Cairo, wir starten die Reise im Luxus
Nov 012012
 

Die Reise startet luxuriös und endet in der Wüste auf einfachen Schaumstoffmatratzen unter freiem Sternenhimmel. Genau nach meinem Geschmack!  Chris der Organisator der Wüstenreise 2012 hat nen Link zu unserem Hotel in Cairo geschickt. Es ist das Sofitel Cairo El Gezirah. Das Hotel beschreibt sich selber als das Kulthotel in Zamalek und soll einen dekatenden Spa beherbergen. Man, da muss ich noch eine gute Hose zu meiner Packliste hinzufügen. Zum Glück endet mein 10 Wochen Personal Trainingsprogramm mit  Hardy kurz vorher. Da kann ich mich dann im Spa in  Badehose sehen lassen.

Wer wissen will wo das Sofitel genau in Cairo liegt der klickt hier Sofitel Map Cairo.

Wie sagt ein Sprichwort, „Die Welt ist klein“. Ich werde in Cairo meinen Freunde Dirk und Aimee treffen. Beide sind gerade dabei ihren Lebensmittelpunkt nach Ägypten zu verlagern & beide sind zufällig zur gleichen Zeit im gleichen Hotel in Cairo. Das wird ne Party. Zu Hause finden wir vor lauter Arbeit keine Zeit für gemeinsame Treffen, da müssen wir erst nach Cairo fliegen. Dirk wird sich freuen, wir starten mit Frühsport und enden an einer der Hotelbars…..