Mrz 062013
 

Wie schon angekündigt, geht es heute mit dem“ SlowBoat“ nach Luang Prabang. Das soll eine sehr schöne Stadt sein, habe ich von vielen gehört die schon mal hier waren. Es wird ein lange Fahrt so ca. 6 bis 7 Stunden, Flussabwärts den Nam Ou. Ich finde einen Platz am Ende vom Boot. Hier sitze ich zwar gleich neben den Motor und es könnte 6 Stunden sehr laut werden, dafür kann ich meine Beine ausstrecken und sogar schlafen. Zum Glück finde ich die Ohrstöpsel (habe ich meist für den Flieger dabei). Somit ist es nicht ganz so laut. Die Zeit vergeht mit schlafen und Landschaft anschauen. Einige Zeit sitze ich beim Maschinisten :=)) auf dem Motorverdeck und wir beide schauen schweigend in die Landschaft. Schön, Jungs verstehen sich auch ohne Worte!

Die Ankunft in Luang Prabang habe ich mir irgendwie spektakulärer vorgestellt. Wir steigen aus dem Boot aus & landen in einer kleinen Straße mit einstöckigen Häusern. Ich verabschiede mich von Ellen, Nadja & Alexander, da ich erst mal einen Kaffee trinken mag. In der City von Luang Prabang tummelt sich ein Touristenkaffee an das nächste Touristenrestaurant usw. Ich trinke einen Kaffee und bin erst einmal enttäuscht von der Stadt. Vielleicht, ist auch der Kulturschock zwischen dem ursprünglichen Leben im Norden und der Touristenhochburg Luang Prabang mit seinen vielen Boutique Hotels zu groß für mich.
Auf dem Weg zu meinem Guesthouse, fragt mich eine gut gekleidete Frau ob ich nicht einen Hund vom Berg retten könnte. Ihre Schuhe wären zu gut um die Böschung hinauf zu klettern, meine währen robuster. Da denke ich mir, wo bin ich hier bloß gelandet. Da stehe ich so da,  mit meinem großen Rucksack und erkläre ihr, dass ich keine fremden Hunde retten werde. Soll sie doch ihre Schuhe ausziehen (denke ich), der Hund wird sich schon zu helfen wissen. So eine Schnepfe! Es ist nun 19 Uhr & mein Guesthouse ist ausgebucht. Ich hatte allerdings auch nicht reserviert. Der Besitzer erklärt mir, dass morgen Zimmer frei werden. Ich könne aber die Nacht für „lau“  in der Hotellobby schlafen… Ich ziehe in ein etwas abgewohntes Zimmer im Nachbarhaus vor. Für 8€ Ersparnis muss ich nicht auf dem Boden schlafen (hätte ich geahnt wie teuer mich die Stadt kommt, hätte ich das Angebot angenommen :=)).


Neben meinem neuen Zuhause ist gleich die Utopia Bar. Das Motto der Bar ist „Zen By Day, Groovy By Night“, es ist morgens Yoga und abends Party. Ich wohne genau richtig & schalte in den Partymodus um.
Beim Abendessen in einem netten Gartenrestaurant (die Location ist schick, mit schönen Blick, das Essen ist schlecht und teuer, wenn man das Essen aus den Bergen kennt) treffen wir eine Studentin aus München 21 Jahre, sie steht etwas verloren vor unserem Tisch & sucht Bekannte. Die haben heute offenbar alle was anderes vor. Wir unterhalten uns mit ihr und merken sofort den Unterschied in der Art des Reisens. Wird wohl am Altersunterschied liegen. Als ich zurück in mein ab geranztes Guesthouse komme, ist immer noch Party im Utopia. Aber nicht mehr lange, in Laos ist 23:30 Uhr Zapfenstreich. Außer die Bowlingbahn, die hat bis 2 Uhr am Morgen auf. Warum auch immer :=))

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