Feb 272013
 

Ich hatte die letzten Tage im Jungle nicht wirklichen Sport und bin total verspannt im Rücken. Das wird wohl auch an den harten Betten in den Guesthouses liegen. Darum freue ich mich heute Morgen auf mein Yoga. Als ich aus dem Zimmer gehen will, finde ich ein Zettel unter der Tür. Juliette und Matthias bedanken sich bei uns für die schöne Zeit im Baumhaus und den gestrigen Abend. Ich bin gerührt. Für heute habe wir uns (Nadja, Alexander, Ellen und ich) zu einer Tour mit dem Bike verabredet. Zum Frühstück treffe ich die beiden Mädels aus Brisbane wiede (wir haben gemeinsam nach einer Unterkunft gesucht). Echt schade, aber beide haben einen anderen Weg als ich geplant.

Also wir 4 Mieten uns Mountainbikes. Nach einer Probefahrt nehmen wir die neueren Modelle, da ist noch alles in Ordnung und wir werden Spaß damit haben. Auf unserer Rundtour um Luang Namtha zu einem kleinen Wasserfalle kommen wir durch einige Ortschaften. Hier lebt die ethnische Volksgruppe der „Lanten“. In Laos leben 49 Volkgruppen mit bis zu 12o Untergruppen. Die Lanten sind bekannt für die Herstellung von Papier aus Bambus und von Stoff in indigo Farben. Sie tragen auch spezielle Gewänder aus dem Stoff und die Frauen haben eine spezielle Haartracht. Die Menschen in Laos sind sehr freundlich, aber auch scheu. Es dauert lange bis wir bei der Herstellung von Bambuspapier helfen dürfen. Es ist spannend zu sehen wie die Einwohner hier mit einfachen Mitteln Dinge produzieren. Am Wasserfall entdecke ich ein Schlagwerk. Dieser wird von Wasser angetrieben. Ich bastele so lange an den Schlagwerk bis es wieder funktioniert und freue mich über die Einfachheit der Mechanik. Wir fahren noch durch viele weitere kleine Dörfer. Werden meist von den Kids mit einem großen Sa bai Dee (Hallo) begrüßt. Die Menschen hier in Laos sind sehr freundlich und nett, einfach liebenswert. Es macht viel Spaß in diesem Land zu reisen.

Die Hitze um die Mittagszeit ist einfach zu stark. Auf den Reisfeldern etwas abseits von der Straße stehen kleine Bambushütten, für die Feldarbeiter. Wir machen unsere Mittagspause in einer der Hütten. Diese sind wirklich sehr schattig und erfrischend. Da die Mädels Hunger haben, fahren Alexander und ich in den nächsten Ort (500 Meter) und organisieren gebratenen Reis und ein paar Bier für uns. Während wir so essen schmieden wir Pläne für den kommenden Tag. Wir werden eine Kajaktour im Nationalpark buchen und in einem laotischen Dorf in einem Homestay wohnen. Das ist der Plan für die kommenden 2 Tage. Wir alle 4 hatten einen wunderschönen Tag mit vielen direkten Eindrücken von Laos und wie die Leute hier so leben. Wir lassen den Abend im Boat Landing Guesthous ausklingen. Hier gibt es traditionelle laotische Gerichte. Dann also bis in ein paar Tagen. Ich denke da wo wir morgen hin paddeln, gibt es kein Internet.

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