Mrz 012013
 

Um es gleich vorn weg zu sagen, die kommenden 2 Tage waren bisher die besten der Reise & hinterließen bleibende Eindrücke.
Wir treffen uns am Morgen im Green Discovery Office und fahren gemeinsam zum Startpunkt unserer Kajaktour. Wir nutzen aufblasbare Kajaks, diese würden nicht so schnell kentern, sagt unser Guide. Dann geht es los. Der Fluss auf dem wir paddeln NamTha (nach ihm ist die Stadt benannt wo wir jetzt gerade sind) hat nicht viel Wasser. So dass wir oft auf Steine auflaufen und natürlich auch kentern (das gehört einfach dazu). Das Wasser ist warm. Die Landschaft ist sehr schön. Wir paddeln durch den Nam Ha National Park. Es ist schade, daß wir auf Grund des niedrige Wasserstandes nicht tiefer in den Nationalpark paddeln können (die beste Zeit dafür ist September). Wir paddeln an einigen kleinen Dörfern vorbei, halten dort manches Mal an und gehen in die Dörfer hinein. Es gibt viele Kids in den Dörfern. Die haben meist Spaß mit uns, winken uns zu oder halten sich bei uns am Boot fest (wenn sie gerade im Fluss sind und baden). Zwischendrin angeln die Guides für unser Abendessen Fisch. Lunch haben wir in einer kleinen Bucht. Ein Boot wird umgedreht und ist der Tisch (die Tischdecke sind große Blätter von Bananenstauden) die anderen beiden Boote dienen als Sitzbank. Auf die Bananenblätter wird das Essen ausgebreitet. Das mitgebrachte Essen ist typische Lao und schmeckt unglaublich gut. Wir schlagen uns den Bauch voll, schaffen aber nicht alles.

Dann kommen wir in dem Dorf Ban Hat Yawng an, in welchem wir im Homestay übernachten. Es ist ein typisches laotisches Dorf. Die Häuser sind aus Bambus gebaut und stehen auf Stelzen. Um uns herum laufen alle die Tiere die in einem solchen Dorf benötigt werden, vor allem Schweine und Hühn, herum. Alex und ich holen uns erst mal ein Beerlao zur Entspannung. Wir waren die Steuermänner und hatten die meiste Arbeit im Boot. Nach der langen Paddeltour haben wir es uns verdient und versuchen die Eindrücke zu verarbeiten. Wir sind in einem normalen laotischen Dorf zu Gast. Nichts ist hier für Touristen vorbereite. Wir sind beeindruckt. Alles was ab jetzt so an Eindrücken durch meinen Kopf geht, kann ich hier nicht beschreiben. Es ist zu viel und wird noch lange in mir sein. Wir helfen unseren Guides beim Kochen oder schauen zu. Dann kommt unsere Gastfamilie aus dem Jungle von der Feldarbeit. Wir essen gemeinsam mit der Familie und deren Freunden Abendbrot. Alex und ich holen noch ein paar Bier für die Runde. Unsere Gastgeber spendieren LaoLao (das ist ein selbst gebrannter Reisschnaps). Die Becher kreisen die Runde und ich lerne den Trinkspruch nouk, nouk des Volksstammes Khmu wo wir gerade zu Gast sind. Hier in Laos trinken alle aus einem Becher. Wir haben einen Becher  für LaoLao und 3 für das Bier. Der Becher LaoLao kreist rechts herum ( trinken, nachfüllen, der nächste ist dran) die Becher mit Bier kreisen links herum (trinken, nachfüllen, die nächsten sind dran) bei jedem Schluck ein lustiges nouk, nouk. Wer beide Becher in der Hand hat gewinnt.

Das Essen ist sehr lecker. Wie essen allen mit den Fingern. Das geht so. Aus dem StickyRice wird mit den Händen ein kleine Kugel geformt und dann etwas dazu genommen. Wir haben Fisch Laab (laotische Spezialität, aus dem gefangen Fisch vom Tag), Gemüse, eine leckere Tomatensoße, über dem Ofen gegrilltes Fleisch. Auch wenn wir uns nur über den Guide verständigen können haben wir viel Spaß alle zusammen und es wird zum Glück kein Besäufnis. Wir schlafen im gleichen Haus wie die Gasteltern. Das Haus ist nicht Groß vielleicht 25 qm. Da sind die Küche und ein Raum, daneben das kleine Schlafzimmer. In den großen Raum werden 4 Matratzen gelegt, darüber Moskitonetze gespannt, 4 Decken dazu, fertig. Wir sollen mit den Köpfen zur Bambuswand schlafen, da die Bewohner in Nachbarhaus auch mit dem Kopf zu uns schlafen. Ich schlafe gleich tief und fest ein.

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