Tag 11 Going with the flow

 Tag 11 Going with the flow  Laos & Kambodscha 2013  Kommentare deaktiviert für Tag 11 Going with the flow
Mrz 042013
 

Ich bin noch unentschlossen wie es weiter geht. Ich könnte nach Oudomxay weiterfahren oder nach Nong Kiao. Von Oudomxay könnte es weiter in Richtung Norden nach Phongsaly gehen um dort Trekkingtouren zu machen. In Nong Kiao soll es sehr schön sein und ist ein guter Ort zum Entspannen. Auch dort gibt es Trekkingtouren. Ellen will nach Nong Kiao, Nadja und Alex erst nach Oudomxay und ändern dann ihre Meinung & wollen auch nach Nong Kiao. Ich entscheide mich danach wie die Busse fahren. „Going with the flow“ ist das Motto meiner Reise & ich bin damit bis jetzt am besten gefahren.
Nach ein wenig Fragerei am Busbahnhof, finden wir einen Bus bis Pakmong (der Bus fährt dann weiter nach Luang Prabang). Das dauert so ca. 6 Stunden. Von dort sollten wir ein TukTuk nach Nong Kiao bekommen. Schauen wir mal…. Damit ist es entschieden, ich fahre mit nach Nong Kiao. Der Bus ist nicht ausgebucht, ich finde einen Sitz in der letzten Reihe und habe Platz für meine langen Beine. Jetzt kann´s losgehen.

Da heute nicht mehr viel passiert außer Busfahren, ein kleines Zwischenfazit. Ich bin angekommen im Travellerleben. Bis jetzt passt alles! Perfekt! Ich bin jetzt genau eine Woche in Laos & habe bisher mehr erlebt, als ich erwartet hatte. Laos ist ein phantastisches Land, die Menschen hier sind unheimlich nett und freundlich. Ich bin jeden Tag von neuem beindruckt und überwältigt. Das ist auch genau der Grund warum ich reise. Es erweitert den eigenen Horizont, bringt mich auf die Grundlagen des Lebens zurück. Ich habe erst gedacht wow Laos, wie wird es dort sein? Es ist genauso wie bei uns (aber auf einem anderen ökonomischen Level) Die Menschen sind glücklich oder traurig, wollen essen und feiern, gehen arbeiten und wollen in mehr Wohlstand leben. Das Schöne an Laos ist auch, dass man nirgendwo wirklich feilschen braucht. Es werden keine Mondpreise verlangt, so dass man erst nach langem handeln bei einem realen Preis ankommt. Das erleichtert das Reisen ungemein. Handeln braucht man nur um einen Gruppenrabatt zu erlangen und in den einfachen Dörfern zahle ich gerne den gewünschten Preis, so lange er real ist. Da kommen nicht so viele Touristen hin.


Auf dem halben Weg geht der Bus kaputt. Der Fahrer und der Schaffner holen Werkzeug und werkeln am Motor. So lange die Bremsen heil bleiben, ist mir das egal. Es dauert dann doch länger nach Nong Kiao. Der Bus schaukelt sich die Berge hinaus (siehe Video) Es ist ein Wunder, dass mir nicht schlecht wird. Wir erreichen das Örtchen gegen 19:00 und sind somit gut 10 Stunden unterwegs. Es ist Stromausfall im Ort, was eine gewisse Romantik bietet. Wir essen Abendbrot bei einer netten Laotion bei Kerzenschein. Deren Restaurant nennt sich Alex, wie der Alex der mit uns reiset. Wie stoßen auf die erste Woche Laos mit einem Shot LaoLao an. Morgen ist glaube ich Urlaub eingeplant. Da mache ich mal gar nichts… Gute Nacht
I am falling on love with Laos and going with the flow!

Tag 10 Kajaktour zurück nach Luang Namtha

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Mrz 042013
 

Gegen 5 Uhr morgens werde ich das erste Mal munter. Unsere Gasteltern sind schon auf &  zünden in der Küche ein Feuer an. Vielleicht damit uns nicht kalt wird. Nun schlafe ich in einen Bambushaus mit offenem Feuer in der Küche. Es ist ein bisschen scary.  Ich schlafe dennoch etwas weiter und setzte mich dann zu den Gasteltern an das Feuer vor dem Haus. So beginnt der Tag. Wir baden morgens im Fluss & haben dann ein richtig leckeres Frühstück (ich habe lange nicht mehr ein so gutes Rührei gegessen) Danach laufen wir noch durch den Ort und besuchen die Schule. Ein Schild verrät, dass die Schule von der „European Union“ unterstützt wird & das ist eine gute Sache von der EU. An anderen Schulen finden wir ebenso Schilder von weiteren Ländern. Die Kids in den unteren Klassen schauen nur und sind neugierig. Die Kids aus den großen Klassen suchen das Gespräch mit uns auf Englisch. Es macht Spaß sich zu unterhalten. Ich wiederhole mich, die Laoten sind ungemein freundlich, interessiert und aufgeschlossen und unsere Gasteltern sind so nett zu uns. Ich bin tief beeindruckt. Es ist natürlich leicht als Tourist mit Geld eine Nacht bei den einfachen Leuten zu verbringen und zu wissen nach 4 Wochen bin ich zurück in unsere Welt des Überflusses. Dennoch hat mich die Nacht in dem laotischen Dorf und die Freundlichkeit der Leute nachhaltig beeindruckt.

Wir verabschieden uns noch von den Gasteltern und der Tochter. Sie ist 1 Jahr und 9 Monate alt. Wir zeigen den Kids noch wie das mit High five geht (sie wollen dann gar nicht mehr aufhören).

Danach paddeln wir weiter den Fluss hinab, die Guides fangen zwischendrin wieder Fische. Mittags gibt es Barbeque. Wir grillen die Fische über offenem Feuer. Es ist wieder sehr lecker. Dazwischen ist Zeit zum Baden und Entspannen (ist ja schließlich Urlaub)
Auf dem letzten Abschied fighten wir die eine oder andere Wasserschlacht aus und dann geht es 1,5 Stunden zurück mach Luang Namtha. Danke an unsere beiden Guides Oun und Dui! Es waren 2 unvergessliche Tage.

Tag 9 Kajaktour

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Mrz 012013
 

Um es gleich vorn weg zu sagen, die kommenden 2 Tage waren bisher die besten der Reise & hinterließen bleibende Eindrücke.
Wir treffen uns am Morgen im Green Discovery Office und fahren gemeinsam zum Startpunkt unserer Kajaktour. Wir nutzen aufblasbare Kajaks, diese würden nicht so schnell kentern, sagt unser Guide. Dann geht es los. Der Fluss auf dem wir paddeln NamTha (nach ihm ist die Stadt benannt wo wir jetzt gerade sind) hat nicht viel Wasser. So dass wir oft auf Steine auflaufen und natürlich auch kentern (das gehört einfach dazu). Das Wasser ist warm. Die Landschaft ist sehr schön. Wir paddeln durch den Nam Ha National Park. Es ist schade, daß wir auf Grund des niedrige Wasserstandes nicht tiefer in den Nationalpark paddeln können (die beste Zeit dafür ist September). Wir paddeln an einigen kleinen Dörfern vorbei, halten dort manches Mal an und gehen in die Dörfer hinein. Es gibt viele Kids in den Dörfern. Die haben meist Spaß mit uns, winken uns zu oder halten sich bei uns am Boot fest (wenn sie gerade im Fluss sind und baden). Zwischendrin angeln die Guides für unser Abendessen Fisch. Lunch haben wir in einer kleinen Bucht. Ein Boot wird umgedreht und ist der Tisch (die Tischdecke sind große Blätter von Bananenstauden) die anderen beiden Boote dienen als Sitzbank. Auf die Bananenblätter wird das Essen ausgebreitet. Das mitgebrachte Essen ist typische Lao und schmeckt unglaublich gut. Wir schlagen uns den Bauch voll, schaffen aber nicht alles.

Dann kommen wir in dem Dorf Ban Hat Yawng an, in welchem wir im Homestay übernachten. Es ist ein typisches laotisches Dorf. Die Häuser sind aus Bambus gebaut und stehen auf Stelzen. Um uns herum laufen alle die Tiere die in einem solchen Dorf benötigt werden, vor allem Schweine und Hühn, herum. Alex und ich holen uns erst mal ein Beerlao zur Entspannung. Wir waren die Steuermänner und hatten die meiste Arbeit im Boot. Nach der langen Paddeltour haben wir es uns verdient und versuchen die Eindrücke zu verarbeiten. Wir sind in einem normalen laotischen Dorf zu Gast. Nichts ist hier für Touristen vorbereite. Wir sind beeindruckt. Alles was ab jetzt so an Eindrücken durch meinen Kopf geht, kann ich hier nicht beschreiben. Es ist zu viel und wird noch lange in mir sein. Wir helfen unseren Guides beim Kochen oder schauen zu. Dann kommt unsere Gastfamilie aus dem Jungle von der Feldarbeit. Wir essen gemeinsam mit der Familie und deren Freunden Abendbrot. Alex und ich holen noch ein paar Bier für die Runde. Unsere Gastgeber spendieren LaoLao (das ist ein selbst gebrannter Reisschnaps). Die Becher kreisen die Runde und ich lerne den Trinkspruch nouk, nouk des Volksstammes Khmu wo wir gerade zu Gast sind. Hier in Laos trinken alle aus einem Becher. Wir haben einen Becher  für LaoLao und 3 für das Bier. Der Becher LaoLao kreist rechts herum ( trinken, nachfüllen, der nächste ist dran) die Becher mit Bier kreisen links herum (trinken, nachfüllen, die nächsten sind dran) bei jedem Schluck ein lustiges nouk, nouk. Wer beide Becher in der Hand hat gewinnt.

Das Essen ist sehr lecker. Wie essen allen mit den Fingern. Das geht so. Aus dem StickyRice wird mit den Händen ein kleine Kugel geformt und dann etwas dazu genommen. Wir haben Fisch Laab (laotische Spezialität, aus dem gefangen Fisch vom Tag), Gemüse, eine leckere Tomatensoße, über dem Ofen gegrilltes Fleisch. Auch wenn wir uns nur über den Guide verständigen können haben wir viel Spaß alle zusammen und es wird zum Glück kein Besäufnis. Wir schlafen im gleichen Haus wie die Gasteltern. Das Haus ist nicht Groß vielleicht 25 qm. Da sind die Küche und ein Raum, daneben das kleine Schlafzimmer. In den großen Raum werden 4 Matratzen gelegt, darüber Moskitonetze gespannt, 4 Decken dazu, fertig. Wir sollen mit den Köpfen zur Bambuswand schlafen, da die Bewohner in Nachbarhaus auch mit dem Kopf zu uns schlafen. Ich schlafe gleich tief und fest ein.